Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhält Landeszuwendung über 150.000 Euro für internationales Biotechnologie-Gastlabor

Beitrag zur Stärkung des Biotechnologiestandorts Mainz sowie zur internationalen Vernetzung im Zukunftsfeld Biotechnologie

10.11.2021

PRESSEMITTEILUNG DES MINISTERIUMS FÜR WISSENSCHAFT UND GESUNDHEIT

An der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) entsteht ein neues Biotechnologie-Gastlabor. Dazu hat Wissenschaftsminister Clemens Hoch dem Dekan des Fachbereichs Biologie, Prof. Dr. Eckhard Thines, einen entsprechenden Förderbescheid übergeben. Die 150.000 Euro Landeszuwendung werden dazu genutzt, ein Gastlabor auszustatten und damit einen Beitrag zur Stärkung des Biotechnologiestandorts Mainz sowie zur internationalen Vernetzung im Zukunftsfeld Biotechnologie zu leisten. Die Investitionen werden im Rahmen der FORTHEM-Initiative an der JGU umgesetzt.

"Die JGU ist eine wichtige Säule beim Ausbau des Biotechnologiestandorts Rheinland-Pfalz. Für die aktuelle Legislaturperiode hat sich die Landesregierung das klare Ziel gesetzt, Rheinland-Pfalz in der Biotechnologie zu einem international bekannten Standort weiterzuentwickeln. Mit der Landeszuwendung wird nun am Biotechnologiestandort Mainz ein weiteres wichtiges Puzzleteil an seinen Platz gelegt. Zugleich wird der internationale Austausch aktiv gefördert und Forschungsnetzwerke über die Landesgrenzen hinaus gestärkt", so Wissenschaftsminister Clemens Hoch.

Im Rahmen der European Universities Initiative hat die Johannes Gutenberg-Universität Mainz in den letzten beiden Jahren in der FORTHEM-Allianz mit sechs anderen europäischen Universitäten ein neues und innovatives Netzwerk etabliert. Innerhalb der Initiative nimmt die JGU als Sprecherhochschule eine essenzielle Funktion ein. Durch die Einrichtung des Gastlabors entsteht nun die Möglichkeit, Forschende aus den assoziierten europäischen Hochschulen nach Mainz einzuladen, um gemeinsame Forschungsprojekte in der Biotechnologie anzustoßen.

Der Dekan des Fachbereichs Biologie, Prof. Dr. Eckhard Thines, führt aus, dass "das neue Gastlabor ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur Internationalisierung, zur Förderung von Interdisziplinarität und zur Stärkung von gemeinsamen Forschungsvorhaben im Bereich der Biotechnologie ist und damit letztendlich auch zur Globalisierung von Berufschancen für Studierende beiträgt." Die JGU bietet für die Einrichtung des Gastlabors einen Standortvorteil, da vor allem im Bereich Biotechnologie Ressourcen wie die Stamm-, Wirkstoff- und Extraktsammlung des Instituts für Biotechnologie und Wirkstoff-Forschung (IBWF) in Mainz angesiedelt sind. Gleiches gilt für die vor Ort befindliche Expertise, die die Nutzung des Gastlabors gerade auch für internationale Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler attraktiv macht.

Der FORTHEM-Initiative liegt der Gedanke zugrunde, dass die Zukunft und der Erfolg Europas im grenzüberschreitenden Miteinander und im Austausch der Europäerinnen und Europäer liegen. Ziel des Netzwerks ist es, die verschiedenen Mobilitätsvereinbarungen, Forschungsprogramme und Doppel- und Mehrfachabschlüsse der Partneruniversitäten in einer gemeinsamen Transnational Higher Education Strategy zusammenzuführen. Darüber hinaus wird angestrebt, sich in der Forschung beispielsweise über das Programm FIT FORTHEM beziehungsweise über gemeinsame Initiativen in Forschungsprogrammen wie Horizont Europa weiter zu vernetzen.