JGU ehrt langjährige und engagierte Freunde, Förderinnen und Förderer mit der Diether von Isenburg-Medaille

Almut Diethelm, Elisabeth Gateff, Elke Göbel und Rainer Göbel erhalten die Diether von Isenburg-Medaille für ihre Verdienste um die JGU

23.11.2021

Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums der Wiedereröffnung der Universität hat der Senat der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) die Diether von Isenburg-Medaille an langjährige Freunde, Förderinnen und Förderer der Universität verliehen. Im Rahmen der Feierstunde erhielten Almut Diethelm, Prof. Dr. Elisabeth Gateff, Dr. Elke Göbel und Dr. Rainer Göbel die Auszeichnung. "Von Beginn an haben engagierte Bürgerinnen und Bürger die Universität unterstützt und über die Jahrzehnte einen entscheidenden Beitrag zu ihrer Entwicklung geleistet", erklärt der Präsident der JGU, Prof. Dr. Georg Krausch. "Ich freue mich daher sehr, dass wir im Jubiläumsjahr vier besonders engagierte Persönlichkeiten ehren können, die sich seit vielen Jahren für Nachwuchsförderung, für Projekte in Lehre und Forschung oder auch für die Aufwertung des Campus einsetzen. Darüber hinaus begleiten sie ihre jeweiligen Fördermaßnahmen in höchstem Maße interessiert – sie sind somit Vorbilder nicht nur im Hinblick auf das zeitgemäße stifterische Engagement, sondern auch beispielgebend für den konstruktiven Austausch zwischen Stiftern und Geförderten."

Almut Diethelm

Almut Diethelm, 1933 in Ostpreußen geboren, errichtete in Andenken an ihren Ehemann im Jahr 2006 die "Prof. Dr. med. Lothar Diethelm-Gedächtnisstiftung", eine Treuhandstiftung der JGU, die von der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung verwaltet wird. Prof. Dr. med. Lothar Diethelm, hatte von 1961 bis zu seiner Emeritierung 1979 die Professur für klinische Strahlenkunde in Mainz inne. Diethelm war ein Pionier der medizinischen Radiologie und unter anderem auch Vorsitzender der Deutschen Röntgengesellschaft. Er prägte die Entwicklung, Forschung und Lehre in dieser Disziplin in Mainz und etablierte sein Institut als bundesweit führendes Institut für Diagnostik und Therapie.

Zweck der Stiftung ist die Förderung der onkologischen Forschung an der JGU. Insbesondere vergibt die Stiftung in der Regel jährlich Preise für eine hervorragende abgeschlossene Habilitation oder Dissertation, die an der JGU entstanden ist. Dabei ist vorgesehen, dass das Preisgeld wiederum für Forschungszwecke der jeweiligen Preisträgerin bzw. des jeweiligen Preisträgers eingesetzt wird.

Almut Diethelm verfolgt das Stiftungsgeschehen mit regem Interesse. So nimmt sie beispielsweise regelmäßig die Gelegenheit wahr, die Preisträgerinnen und Preisträger der Prof. Dr. med. Lothar Diethelm-Gedächtnisstiftung im Rahmen von JGU-Veranstaltungen kennenzulernen. Almut Diethelm engagiert sich zudem in anderen Bereichen der JGU: Sie ist Mitglied der "Freunde der Universität Mainz e. V." und ist auch der Mainzer Palliativstiftung, ebenfalls eine Treuhandstiftung der JGU, durch Zuwendungen verbunden. Nicht zuletzt ihrer Fürsprache ist die Gründung einer weiteren Stiftung an der JGU zu verdanken. Seit einigen Jahren beteiligt sich Almut Diethelm am Deutschlandstipendium-Programm der JGU, das exzellente Studierende fördert.

Prof. Dr. Elisabeth Gateff

Prof. Dr. Elisabeth Gateff, 1932 in Sofia geboren, ist seit vielen Jahrzehnten mit der JGU und insbesondere auch mit dem Botanischen Garten verbunden. Ihr Interesse an Pflanzen und Gärten reicht bis in ihre Kindheit zurück, als ihr Vater den damals königlichen botanischen Garten von Sofia leitete. Nach dem Studium in München lebte und forschte sie zunächst in den USA und leistete wichtige Beiträge zur Erforschung der Krebsentstehung bei Fruchtfliegen. Von 1983 bis 1997 hatte Gateff den Lehrstuhl für Genetik an der JGU inne. Für ihre Forschung, mit der sie nachwies, dass Krebs eine genetische Grundlage hat, erhielt sie mehrere renommierte Preise.

Prof. Dr. Elisabeth Gateff ist langjähriges Mitglied im Verein "Freunde der Universität Mainz e. V." und seit seiner Gründung 1998 auch Mitglied im Freundeskreis des Botanischen Gartens. Von 2002 bis 2018 engagierte sie sich im Vorstand des Freundeskreises; 2018 wurde Elisabeth Gateff zu dessen Ehrenmitglied ernannt. Die emeritierte Professorin der JGU hat im Jahr 2008 mit einer großen Privatspende den Bau der Grünen Schule im Botanischen Garten auf den Weg gebracht. 2016 unterstützte Elisabeth Gateff die Anlage des neuen Arzneipflanzengartens "Gart der Gesundheit" mit einer weiteren Privatspende. Dem Botanischen Garten stiftete sie bedeutende Werke regionaler Künstler, darunter die Frauenfigur "Elisabeth II" von Reinhold Petermann, "Tanzpartie" von Eberhard Linke, die Bärengruppe von Anne-Marie Kuprat oder der Büchersessel "Dem ungelesenen Buche" von Liesel Metten. Darüber hinaus setzt sie sich nachhaltig für die Verschönerung des Campus ein. Mit ihrem großen Projekt, den Campus zu begrünen und mit Kunst zu schmücken, prägt sie das Erscheinungsbild der JGU und steigert die Attraktivität des Gutenberg-Campus.

Dr. Elke Göbel und Dr. Rainer Göbel

Dr. Elke Göbel, 1948 geboren, und Dr. Rainer Göbel, 1946 geboren, lernten sich während ihrer Zeit an der JGU kennen. Als Alumna bzw. Alumnus der JGU pflegen sie seit vielen Jahren intensiven Kontakt zu ihrer Universität. Dr. Elke Göbel und Dr. Rainer Göbel sind regelmäßig Gäste unter anderem in Konzerten der Hochschule für Musik Mainz, bei Veranstaltungen des Studium generale der JGU und bei der Vortragsreihe der Johannes Gutenberg-Stiftungsprofessur. Mit vielen Bereichen der Universität sind beide eng vernetzt.

Sowohl Dr. Elke Göbel als auch Dr. Rainer Göbel sind seit vielen Jahren Mitglieder der "Freunde der Universität Mainz e. V." und engagieren sich auch als Mitglieder im Kuratorium der Vereinigung. Sie fördern – jeweils finanziell eigenständig und doch in gemeinsamer Absprache – Programme und Projekte der Hochschule für Musik Mainz wie u. a. Barock vokal. Regelmäßig erhält auch das Studium generale Zuwendungen des Ehepaars. Am Deutschlandstipendium-Programm der JGU wirken beide ebenfalls mit.

Im Jahr 2017 gründeten Dr. Elke Göbel und Dr. Rainer Göbel die "Dres. Elke und Rainer Göbel-Stiftung" als Treuhand-Verbrauchsstiftung der JGU, verwaltet von der Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung. Sie fördert mit Bezug auf den Fachbereich 08 – Physik, Mathematik und Informatik der JGU insbesondere die Vergabe von Stipendien an exzellente internationale Studierende physikalischer Fächer und unterstützt Maßnahmen und Projekte, die der Verbindung zwischen Absolventinnen und Absolventen des Fachbereichs 08 mit ihren jeweiligen Institutionen dienen. 2021 errichtete das Stifterehepaar mit der "Dres. Göbel Klima-Stiftung" eine weitere Treuhand-Verbrauchsstiftung an der JGU, ebenfalls verwaltet durch die Johannes Gutenberg-Universitätsstiftung. Diese Stiftung rückt fachbereichsübergreifend klimatologische Fragestellungen und Projekte, insbesondere im Kontext der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses, in den Mittelpunkt ihrer Tätigkeit.

Diether von Isenburg-Medaille

Die Diether von Isenburg-Medaille ist eine der wichtigsten Auszeichnungen, die die Johannes Gutenberg-Universität Mainz verleiht, benannt nach dem früheren Erzbischof von Mainz, der der Stadt im Jahr 1477 die kurfürstliche Mainzer Universität stiftete. In Anlehnung an sein Engagement werden mit der Diether von Isenburg-Medaille Personen ausgezeichnet, die sich in besonderem Maße als Freunde und Förderer um die JGU verdient gemacht haben. Träger der Diether von Isenburg-Medaille sind u.a. Dr. Hans Friderichs, Bundesminister a.D., Dr. Dr. Andreas Barner, ehemals Unternehmensleitung Boehringer Ingelheim und Vorsitzender des Hochschulrats, Sibylle Kalkhof-Rose oder Dietmar Giebelmann, Prälat, Generalvikar und Diözesanadministrator des Bistums Mainz a.D.