35 Jahre Erasmus+: JGU verzeichnet konsequent hohe Studierenden-, Lehrenden- und Personalmobilität

Im akademischen Jahr 2022/2023 steht neue Rekordsumme von mehr als drei Millionen Euro für Erasmus+ Studierendenmobilität an der JGU zur Verfügung / Bilaterale Verträge mit mehr als 400 Partneruniversitäten in ganz Europa

20.06.2022

Das europäische Bildungsprogramm Erasmus+ feiert in diesen Tagen sein 35-jähriges Bestehen. Die Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) beteiligt sich von Beginn an, also seit 1987, am wohl bekanntesten Programm der Europäischen Union mit seiner einzigartigen europäischen Erfolgsgeschichte: Erasmus+ hat internationale Aufenthalte von bislang geschätzt mehr als 12 Millionen Menschen gefördert – davon fast eine Million Deutsche im Hochschulbereich. Die JGU gehört zu den Hochschulen, die Erasmus+ besonders engagiert vorantreiben. So profitiert die JGU seit 2019 als eine der ersten Universitäten europaweit von der neuen Erasmus-Förderlinie "European Universities Initiative", indem sie die Europäische Universität FORTHEM zusammen mit Partnern in mittlerweile acht europäischen Ländern aufbaut. Zudem zählt die JGU zu den bundesweit aktivsten Universitäten im Bereich der Erasmus+ Mobilität, gemessen an der Gesamtzahl der Mobilitäten. Dafür ist sie mehrfach ausgezeichnet worden, unter anderem wiederholt mit dem Erasmus-Qualitätssiegel E-Quality.

"Internationalität ist ein Markenzeichen der JGU: Rund 12 Prozent unserer Studierenden kommen aus dem Ausland und gleichzeitig nutzen viele Mainzer Studierende die Möglichkeit eines Auslandsaufenthalts – nicht ausschließlich, aber insbesondere über das EU-Programm Erasmus+", betont der Präsident der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Prof. Dr. Georg Krausch. "Zudem engagieren wir uns seit Beginn des Programms im Erasmus-Lehrenden-Austausch. Im Jahr 2007 kam dann das Programm zur Personalfortbildung hinzu, das ebenfalls sehr gut angenommen wird", so Krausch.

JGU unterhält Abkommen mit mehr als 400 europäischen Universitäten

Erasmus steht für "European Action Scheme for the Mobility of University Students". Das älteste Bildungsprogramm der Europäischen Union startete vor allem als Austauschprogramm für Studierende. Mittlerweile unterstützt Erasmus+ zudem viele grenzüberschreitende Projekte in verschiedenen Bereichen der Bildung. Neben Studierenden profitieren davon auch Schülerinnen und Schüler, Lehrende und Hochschulpersonal. Gegenwärtig beteiligen sich alle 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie UK, Island, Norwegen, Liechtenstein, die Türkei und Nordmazedonien am Erasmus+ Programm. Die JGU unterhält bilaterale, fachbezogene Abkommen mit mehr als 400 europäischen Universitäten.

Aktuell planen mehr als 720 Studierende der JGU einen Erasmus+ Auslandsstudienaufenthalt im akademischen Jahr 2022/2023. Weitere rund 150 Studierende haben sich über den EU-Servicepoint der JGU für ein Erasmus+ Praktikum beworben. Für das akademische Jahr 2022/2023 stehen der JGU allein für die Erasmus+ Studierendenmobilität voraussichtlich mehr als drei Millionen Euro zur Verfügung. Die aktuell beliebtesten Zielländer der Mainzer Studierenden sind Frankreich, Spanien, das Vereinigte Königreich, Schweden und Italien.

"Der Erasmus+ Austausch – sei es über einen Studienaufenthalt oder ein Praktikum – fördert die Sprachkenntnisse und die Selbstständigkeit der Studierenden, sie lernen andere Länder und Kulturen kennen – und auch andere Lehr- und Lernkulturen. Der Austausch fördert viele Aspekte, die später im Berufsleben wichtig sind", beschreibt Dr. Markus Häfner, Leiter der Abteilung Internationales an der JGU, den Mehrwert des Programms. "Und im Rahmen der FORTHEM-Allianz entstehen ganz neue Möglichkeiten, auch für unsere Lehrenden und Hochschulbeschäftigten, wie etwa die gemeinsame Forschung in den FORTHEM Labs zu Zukunftsfragen, gemeinsame transnationale Lehrveranstaltungen oder auch Besuche des administrativen Personals der acht Partneruniversitäten."

Erasmus+ mit neuen Schwerpunktthemen und höheren Förderraten

Das neue Erasmus+ Programm mit Laufzeit von 2021 bis 2027 und einem Gesamtbudget von rund 26 Milliarden Euro bietet auch neue Optionen für Auslandsaufenthalte im Hochschulbereich. Schwerpunktthemen im neuen Programm sind Digitalisierung, Inklusion und Diversität, "Green Erasmus" und die Teilhabe am demokratischen Leben. Außerdem gelten deutlich höhere Förderraten und es gibt eine Vielzahl an neuen Sonderförderungen, beispielsweise für Studierende mit chronischen Erkrankungen, berufstätige Studierende sowie Erstakademikerinnen und Erstakademiker.

Die Bewerbungsrunde für an einem europäischen Auslandsstudienaufenthalt interessierte Studierende für das akademische Jahr 2023/2024 beginnt im Herbst 2022. Aktuell finden bereits erste Beratungsgespräche in den Fächern statt.