Universitätsmedizin Mainz feiert Richtfest für Neubau Transfusionszentrale und MTAL-Schule

Realisierung eines weiteren Teils des Baumasterplans auf 3.700 Quadratmetern

14.11.2017

Für die Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ist eines ihrer grundlegenden strategischen Instrumente ihre bauliche Entwicklung. Für den derzeit fortschreitenden Neubau der Transfusionszentrale mit integrierter Lehranstalt für medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (MTAL-Schule) feierten der Vorstand der Universitätsmedizin Mainz und der Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur und Aufsichtsratsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz Prof. Dr. Salvatore Barbaro gemeinsam mit den Architekten, Fachingenieuren, Handwerkern sowie zahlreichen Baubeteiligten und den künftigen Nutzern das Richtfest.

An exponierter Stelle und für jedermann gut erreichbar, entsteht auf der Fläche des ehemaligen Parkplatzes der Zahnklinik am Augustusplatz, zwischen der Langenbeckstraße und Am Römerlager gelegen, der Neubau für eine zentrale Versorgungseinrichtung der Universitätsmedizin Mainz: die Transfusionszentrale. Ebenfalls in den 21,6 Millionen Euro teuren Neubau einziehen wird die Lehranstalt für medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten (MTAL-Schule). Der Einzug in das neue Gebäude ist für Anfang 2019 geplant.

Nach seiner Fertigstellung steht den zukünftigen Nutzern eine Fläche von 3.700 Quadratmetern auf vier Stockwerken zur Verfügung. Ins Erdgeschoss zieht die Schule für medizinisch-technische Laborassistenten ein. Die 1. Etage wird die Entnahmestellen für die Blutspender und das Therapiezentrum Hämapheresen mit acht Betten beherbergen. Labore, Kühllager, Herstellungs- und Verarbeitungsbereiche von Blutprodukten sowie die Transplantations-Immunologie werden sich nach Baufertigstellung in der 2. Etage der Transfusionszentrale befinden. Die 3. Etage ist insbesondere für Büros und Seminarräume vorgesehen. Dort könnte auf lange Sicht auch eine zukünftige Knochenmarkspendedatei Platz finden.

"Die neue Transfusionszentrale mit der angeschlossenen MTAL-Schule, in deren Rohbau wir heute stehen, ist Bestandteil der strategischen Entwicklung unserer Universitätsmedizin. Sie ist eine zentrale Versorgungseinrichtung und wird den neuen Ansprüchen an eine hohe Versorgungsqualität mit gleichzeitig wirtschaftlich optimierten Ablaufprozessen gerecht. Durch das übergreifende Konzept sichern die Verantwortlichen der Unimedizin und das Land Rheinland-Pfalz auch in den nächsten Jahren die Grundlage für eine zukunftsfähige Krankenversorgung, Forschung und Lehre sowie die Ausbildung von Spitzenpersonal. Das Land stellt hierfür mehr als 21 Millionen Euro zur Verfügung", so der Aufsichtsratsvorsitzende der Universitätsmedizin Mainz, Staatsekretär Prof. Dr. Salvatore Barbaro.

"Die Transfusionszentrale der Universitätsmedizin Mainz ist sowohl für unsere Patienten, als auch für die regionale und überregionale Blutversorgung von immenser Bedeutung. In dem modernen Neubau kann sie ihre Prozesse besser optimieren und auch den aktuellsten Anforderungen an die Versorgungsqualität gerecht werden und sich hervorragend weiterentwickeln", betont der Vorstandsvorsitzende und Medizinische Vorstand der Universitätsmedizin Mainz Prof. Dr. Norbert Pfeiffer. "Von den neuen Räumlichkeiten wird auch die MTAL-Schule profitieren. Für unsere Schülerinnen und Schüler wird die Ausbildung somit noch attraktiver. Das ist wichtig, denn die MTAL-Schule weist in diversen Bereichen inhaltliche Überschneidungen mit der Transfusionszentrale auf und stellt auch deshalb einen wichtigen Bestandteil des Ausbildungskonzeptes der Universitätsmedizin Mainz dar."

Der Leiter der Transfusionszentrale und Ärztliche Leiter der MTAL-Schule Prof. Dr. Walter Hitzler betont: "Ich freue mich sehr, dass uns für unser in den letzten Jahrzehnten stark gewachsenes Aufgabenspektrum mit dem Neubau auch eine annähernd doppelt so große Fläche wie bislang zur Verfügung stehen wird. Für uns bietet sich mit dem Neubau mehr Entwicklungspotential für künftige Anforderungen an die Arzneimittelherstellung, für die Behandlung von Patienten mit modernsten Verfahren im neuen Therapiezentrum Hämapheresen und für den wissenschaftlichen Forschungssupport. Auch für unsere MTAL-Schule mit ihren zwei ausbildungsintegrierten Lehrangeboten bedeutet der Neubau einen enormen Zugewinn. Erstmals seit ihrem 70-jährigen Bestehen finden sowohl die theoretische als auch die praktische Ausbildung unter einem Dach statt."

Die zentrale, interdisziplinäre, medizinische und letztlich auch gesellschaftliche Bedeutung der Transfusionszentrale und der MTAL-Schule drückt sich auch in der Wahl des Grundstücks aus: "Das neue Gebäude steht städtebaulich sehr bedeutend vor den Toren des historischen Zentralgebäudes der Universitätsmedizin Mainz und ergänzt den Augustusplatz mit einer prägnanten, zeitgemäßen Platzwand. Wie selbstverständlich baut die Transfusionszentrale so eine 'neue medizinische Achse' zur Universitätsmedizin Mainz auf", erläutert Prof. Linus Hofrichter, geschäftsführender Gesellschafter des Architekturbüros a|sh sander.hofrichter architekten GmbH.